Familie Max Neuburger

Max Neuburger wurde am 4. Juni 1858 in Thalmässing geboren. Seine Eltern waren Josef Veis Neuburger und Maria, geb Süß, aus Regensburg. Im Jahr 1888 wurde ihm von der Stadt Gunzenhausen das Bürgerrecht verliehen, was bedeutet, dass er vorher schon etliche Jahre hier gelebt haben muss. Doch in diesem Jahr heiratete er Fanny Rosenfelder aus Gunzenhausen.

Deren Eltern, der Handelsmann Abraham Löw und Maria Rosenfelder, besaßen das Haus in der Kirchenstraße 11.

Dieses vererben sie an ihre Tochter und deren Mann Max Neuburger, der als Lederkaufmann tätig ist. Das junge Ehepaar bekommt eine Tochter: Amalie Neuburger, geb. am 25. Juli 1893 in Gunzenhausen.

Diese heiratet im Jahr 1922 Simon Bauer aus Erlangen. Im selben Jahr verkaufen die Eltern das Haus an die Familie Lauchheimer und ziehen ebenfalls nach Erlangen zu ihrer Tochter.

Doch offensichtlich fühlt sich die Familie Neuburger/Bauer in Erlangen bald nicht mehr sicher, denn 1938/39 sind sie in München gemeldet. Amalie und ihr Mann versuchen 1939 das Land zu verlassen und erhalten Tickets für den HAPAG-Dampfer „St. Louis“, der Kuba ansteuern soll. Doch Kuba verweigert ihnen die Aufnahme und das Schiff muss zurück nach Europa. Amalie und Simon Bauer landen in Antwerpen. Von Holland aus werden sie in ein Konzentrationslager deportiert, wohin, ist unbekannt, doch sie gelten seitdem als verschollen.