Gedenktafeln am Schächterhaus

Gedenktafeln mit den Namen der Opfer

Gegenüber der jüdischen Volksschule stand das Schächterhaus. Dort erinnern Gedenktafeln an die jüdischen Opfer aus Gunzenhausen.

Kaum einer dieser Menschen hat ein eigenes Grab, so ist dies der einzige Ort, an dem ihrer öffentlich gedacht wird.

Gedenkfeier 2013

Am 9. November 2013 verlasen neben Bürgermeister, Stadträten und Zeitzeugen auch Schüler die Namen aller Opfer und erinnerten bei einzelnen an persönlich erlebte Begebenheiten bzw. Verbindungen, die bis in die heutige Zeit bestehen.

Jüdische Besucher aus aller Welt suchen hier die Namen ihrer Verwandten, die im Holocaust ihr Leben verloren haben.

Volksschule

Die israelitische Volksschule Gunzenhausen (1882 bis 1938) ist erst auf Grund der bayerischen Schulreform vom Jahr 1824 ins Leben gerufen worden. Nachdem die Schule um die Mitte des 19. Jahrhunderts in das Anwesen Mariusstraße 13 verlegt worden war, in dem sich auch das rituelle Bad befand, der Vorbeter und Schächter seine Wohnung hatte und die Unterbringung sich deshalb ebenfalls als unzulänglich erwies, entschloss man sich, im Zusammenhang mit dem Synagogenbau 1882 auch ein neues Schulhaus zu errichten.

Es wurde bis 1938 als jüdische Volksschule genutzt, obwohl zu diesem Zeitpunkt kaum mehr jüdische Kinder in der Stadt lebten.

Heute steht an diese Stelle die Tiefgarage der Stadt Gunzenhausen, die mit Wohnungen und Geschäften überbaut ist.


Die Gebäude der israelitischen Volksschule am Hafnermarkt 18 (im Hintergrund vor der Synagoge) und der evangelischen Volksschule am Markplatz 42 im Jahre 1904. Aus Gunzenhausen in alten Ansichten von W. Lux